EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Bachenstein

Geschichte:

Die Erbauer der nie ausdrücklich erwähnten Burg sind in einem Ministerialengeschlecht zu suchen, das erstmals 1225 mit Walter Bacho von Döttingen in der urkundlichen Überlieferung erscheint. Kurz darauf scheint dieser die Burg errichtet zu haben, denn sie wird nach ihm "Bachenstein" genannt. Die Familie nennt sich auch danach nach ihrem Wohnsitz "von Bachenstein". Teile von ihr sind ab 1292 als Bürger der Stadt Hall bezeugt. Die Burg dürfte aber dennoch weiter bewohnt worden sein. Erst spätestens zu Beginn des 15. Jhs. ist sie zugunsten der Wasserburg im Ortskern von Döttingen aufgegeben worden. Danach diente die Burg nur noch als Steinbruch, 1729/30 soll ihr Baumaterial beim Bau einer Brücke Verwendung gefunden haben. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Da bisher keine regulären archäologischen Ausgrabungen stattgefunden haben, können zur Baugeschichte keine Aussagen getroffen werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg liegt auf einem nach Osten vorspringenden Plateausporn. Außer im Westen bieten die bis zu 50 m hohen Steilhänge ausreichenden Schutz. Auf der Angriffsseite wurde die Burg durch zwei in den Fels geschlagene Gräben gesichert. Der äußere Graben verläuft auf 110 m Länge leicht bogenförmig, ist außen max. 5 m tief und auf der Sohle bis zu 2,50 m breit. Die innere Grabenseite steigt bis zu 4 m hoch auf die dort 15 m breite Vorburgfläche an. Dort sind keine Bauspuren mehr sichtbar. Der innere Graben ist noch 5-6 m tief. Der Aushub beider Gräben bildet Halden am Hang. Ihr Gestalt ist durch jüngeren Steinabbau und einen Weg beeinträchtigt worden. Der trapezförmige Burghügel von 7-40 x 37 m Größe ragt 6 m über den inneren Graben empor. Die Westseite wird duch einen Wall gebildet, aus dessen Südhälfte eine 2,40 m breite Mauer herausgeschält wurde, möglicherweise eine Schildmauer. Ein kleineres Mauerstück liegt nahe der Ostspitze offen. Spuren der Innenbebauung sind in Form einer langgestreckten Mulde auf der Nordseite vorhanden. Zudem befindet sich in der Mitte des Areals ein 16 m langer, in Nord-Süd-Richtung verlaufender Wall, der einen weiteren, bisher nicht interpretierbaren Mauerbefund verbergen dürfte. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Die Freilegung der Mauerzüge erfolgte ohne Genehmigung und Dokumentaion. Ansonsten ist von der Burg nur der Lesefund einer "langstieligen, mittelalterlichen Kupferpfanne" bekannt.