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Pagenburg

Geschichte:

Die historische Überlieferung zur Pagenburg ist relativ dürftig, was damit zusammenhängt, dass sie sich mit einer Unterbrechung bis heute durchgehend im Besitz der Familie von Wallmoden befindet. Ihren Namen bekam sie wohl durch Dietrich von Wallmoden, der von 1317 bis 1334 den Beinamen "Pawenberg" besaß, der sich von "Pfau" ableiten soll. Vorher trat in der Mitte des 13. Jhs. auf Siegeln anstelle des bei dem Geschlecht sonst üblichen springenden Steinbocks ein Pfau auf. Dies ist der einzige Hinweis auf den Zeitpunkt, zu dem die Burg spätestens bestanden hat. Mit dem Bau der Stammburg in Alt Wallmoden dürfte die Anlage spätestens im 14. Jh. ihre Bedeutung verloren haben. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand lassen sich keine Angaben zur Bauentwicklung machen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Pagenburg liegt auf dem Gipfel des 290 m hohen Pagenberges. Das Burgareal grenzt im Südwesten an einen Steilabfall und fällt nach Norden hin ab. Die ovale, 19 x 53 m große Burg wird an drei Seiten von einem doppelten Ringgraben mit dazwischenliegendem Wall und äußerem Vorwall umfasst. Die Sohle des inneren Grabens befindet sich bis zu 4 m unter der Burgfläche. Die Höhendifferenz zwischen Grabensohle und Wallkrone schwankt zwischen 3 und 8 m. Im Nordwesten liegt zwischen den Gräben eine leichte Vertiefung bzw. Terrasse. Am Steilhang im Südwesten ist als Befestigung lediglich eine künstliche Abböschung festzustellen. Der äußere Graben scheint im Westen unvollendet zu sein. An der Südwestflanke führt eine grabenartige Rinne als Rest des ehemaligen Aufganges vom inneren Graben auf das Burgplateau. Dort können einige größere Eintiefungen ("Mardellen") auf früher vorhandene Gebäude und Keller zurückzuführen sein. Ein nahezu kreisrundes Erdloch von 4 m Durchmesser an der höchsten Stelle im Südosten kann auf einen Turm zurückzuführen sein, ebenso zwei ähnliche Gruben im Nordwesten. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine