EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Falkenberg bei Zierenberg

Geschichte:

Im Jahr 1270 wird erstmals ein Angehöriger der Ritterfamilie von Falkenberg genannt, die wohl mit den Herren von Schartenberg verwandt sind. Die Burg wurde sehr wahrscheinlich vom Paderborner Bischof Simon zur Lippe in Ausübung des Befestigungsregals in seiner kurz zuvor erworbenen Grafschaft Schartenberg gegen die Landgrafschaft Hessen errichtet. Die Burg fiel aber wohl schon 1270 dem Konflikt zwischen Paderborn und Hessen zum Opfer und wurde zerstört.
Es gibt die Vermutung, dass die Burg Falkenberg nach ihrer Zerstörung unter dem Namen "David" als Mainzer Lehen neu errichtet wurde. Eine so benannte Anlage findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1303 mit der Ortsangabe "beim Schartenberg gelegen". (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand können keine Details zur Baugeschichte angegeben werden. Der Aufbau der Burg aus zwei voneinander getrennten Teilen könnte die These einer Neugründung zu Beginn des 14. Jhs. unterstützen. Bei der östlichen Befestigung kann es sich aber auch um eine Vorburg handeln. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg Falkenberg befindet sich auf einem langschmalen Berggrat und ist in zwei Teile gegliedert.
Die Hauptburg lag auf einer hoch aufragenden Basaltkuppe. Auf ihrer höchsten Stelle befindet sich ein Schutthügel, der den Standort eines Turmes markieren könnte. Ein etwas tiefer am Hang umlaufender Graben ist besonders im Westen und Osten ausgeprägt und umgibt ein ca. 50 x 35 m großes, ovales Areal.
100-150 m östlich der Hauptburg liegt eine weitere Befestigung. Eine 25 m lange und 4-8 m breite, eingeebnete Fläche wird auf den Seiten durch 15 m breite Gräben begleitet. Im Osten schließt ein weiterer 15 m breiter Graben die Anlage ab. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Lesefunde von Keramik des 13. Jhs., gebranntem Hüttenlehm und Mörtelbrocken.