EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Zarge

Geschichte:

Die Burg wird nur in wenigen mittelalterlichen Urkunden erwähnt. In zwei Verträgen aus den Jahren 1328 und 1343 dient sie lediglich als Ortsangabe, woraus keine Rückschlüsse über ihre Besitzverhältnisse möglich sind. Über diese gibt aber eine dritte Urkunde aus dem Jahr 1373 Auskunft. In dieser wird der "burgstadel, den man nennet die zargen" durch das Erzbistum Mainz erworben. Verkäufer waren Beda von Adelsheim, die Witwe Konrads von Seinsheim, und ihre Tochter Katharina. Dieses kurze Schlaglicht lässt aber leider keine Rückschlüsse über die vorangegangene wie nachfolgende Geschichte der Burg zu.
Der Charakter der Burg lässt eine Datierung ins 13. Jh. zu. Um die Mitte dieses Jahrhunderts ist die benachbarte Burg Lichteneck errichtet worden. Deren Bauherren, die Edelherren von Krautheim-Boxberg, kommen auch als Erbauer der Zarge in Frage, da sie ein Interesse an der Kontrolle der in unmittelbarer Nähe der Burg abzweigenden Straße von der Kocher zu ihren Besitztümern an der Jagst besaßen. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand lassen sich keine Angaben zur Baugeschichte der im 13. Jh. errichteten Burg machen. In der 1. Hälfte des 19. Jhs. wurde die Ruine teilweise abgetragen und ein Keller zugeschüttet. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg liegt auf dem sanft gewölbten Rücken des Zargenberges an der Einmündung des Deubaches in die Kocher.
Von der Burg sind nur noch die Reste der Ringmauer erhalten. Diese bestehen vor allem aus einer in Ost-West-Richtung verlaufenden Mauer von 15 m Länge, 1,50 m Stärke und noch bis zu 6,50 m Höhe. An sie schließen im stumpfen Winkel nach Süden zwei Mauern an, von denen die östliche auf 10,60 m Länge erhalten ist. Zu Beginn des 19. Jhs. waren noch auf den anderen Seiten Reste dieser trapezförmigen Ringmauer vorhanden. Die Lage der Südmauer lässt sich heute nicht mehr bestimmen, so dass keine Aussagen über die exakte Größe des umfassten Areals möglich sind. Von weiteren Baustrukturen zeugen lediglich Kragsteine an der Nordmauer, die wahrscheinlich einen Wehrgang getragen haben. Ein umfassender Graben ist heute spurlos verschwunden, soll aber in der Mitte des 19. Jhs. noch im Ansatz sichtbar gewesen sein. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine