EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Dabel, Schwedenschanze

Geschichte:

Historische Nachrichten zur Burg sind nicht bekannt. Wie viele andere Ringwälle gehört die Burg in eine Zeit der Herrschaftsbildung einer Elite, die sich im Laufe des 9. Jhs etabliert hatte und während des 10. Jhs ihre Burgen im Zuge frühstaatlicher Bildungen in den slawischen Gebieten wieder aufgeben musste. (Fred Ruchhöft)

Bauentwicklung:

Da bisher keine archäologischen Ausgrabungen stattgefunden haben und im Wall keine Holzerhaltung beobachtet wurde, gibt es keine sicheren Informationen über den Aufbau der früheren Holz-Erde-Mauer sowie deren mögliche Zerstörungen und Erneuerungen. Es ist aber von 2-3 Nutzungsphasen auszugehen. (Fred Ruchhöft)

Baubeschreibung:

Der nahezu kreisrunde Wall lehnt sich an den Nordostrand einer Kuppe an, er hat einen Durchmesser von 89 x 94 m. Am Ufer ist der Wall auf 30 m Länge nahezu vollständig aberodiert. Der Wall ist 11 m breit und 1,2–1,6 m hoch, der Graben hat eine Breite von 8 m und eine Tiefe von 1,0–1,6 m. Mit Ausnahme der Seeseite ist er vollständig erhalten. Im Westen erfolgt der Zugang über eine Erdbrücke. Die zugehörige Vorburgsiedlung stellt wahrscheinlich eine Siedlung 0,6 km südwestlich am Ufer des Klein Pritzer Sees. (Fred Ruchhöft)

Arch-Untersuchung/Funde:

1938 fand Heinrich Eingrieber zahlreiche slawische Scherben. Aus jüngeren Begehungen liegt Keramik der Gruppen Feldberg und (überwiegend) Menkendorf vor.